Muskelaufbau

Muskelaufbau: Beständigkeit, Disziplin und Strategie zahlen sich aus!

Unkundige Anfänger verkünden ihren Freunden, in nur drei Monaten den Traumkörper zu haben und bei Wettkämpfen zu gewinnen. Sie schreiben sich hochmotiviert und voller Elan ins Fitnessstudio ein, trinken einen Proteinshake und trainieren dann solange, bis sie sich drei Tage lang kaum bewegen können. Das machen sie drei-, vielleicht auch fünfmal und sind enttäuscht, dass sie sich nicht mit Profi-Bodybuildern messen können. Wer es so bereits versucht hat, sollte diese Vorgehensweise komplett über Board werfen und es erst einmal wissenschaftlich angehen. Entscheidend sind die Strategie für Training und Ernährung und auch nur der beständige Kraftsportler wird wirklich erfolgreich sein. Langsam anzufangen, sich zu steigern und über Jahre weiter zu machen, macht den erfolgreichen Kraftsportler aus. Oder wird man nach einem halben Jahr im Amateurfußball in die erste Bundesliga aufsteigen?
 

Die Vorgehensweise ausarbeiten

Es gibt nicht allein den Kraftsport oder das Bodybuilding als Sportarten, in denen sich mehr Muskelmasse positiv auswirkt. Auch beim Klettern, Sprinten oder Ringen macht sich ein muskulöser Körper bemerkbar. Wichtig für den Sportler ist es, die Ausganssituation als Startpunkt zu kennen, um nun Etappenziele zu definiere. Ein professioneller Sportkletterer wird niemals Muskelpakete sondern lediglich Kraft als Ziel ansetzen. Ein Kugelstoßer wird niemals darauf abzielen, dass sich seine Muskelpakete abzeichnen. Ein Bodybuilder hingegen wird niemals auf Ausdauersport trainieren, mit dem er seine Muskelpakete aufzehrt. Jedes Trainingsziel kann nur mit einem zur persönlichen Ausgangssituation abgepassten Trainings- und Ernährungsplan erreicht werden. Übergewichtige Kraftsportler würden somit erst mit einer Gewichtsreduktions-Diät und einem Training zum Aufzehren der Fettpolster beginnen, um erst dann ein Aufbautraining mit einer Muskelaufbau-Diät zu nutzen. Eine Diät muss eben nicht auf Gewichtsverlust abzielen, bei untergewichtigen Menschen oder Bodybuildern zielt eine Diät häufig auf Gewichtszunahme ab.
 

Langsam beginnen und sich dann steigern

Selbst Profi-Bodybuilder trainieren nicht stundenlang bis zur völligen Erschöpfung, da ein Übertrainieren die Muskeln nicht mehr nur reizt sondern strapaziert und aufzehrt. Das kurze bis an die Belastungsgrenze trainieren zwecks Muskelreizung ist jedoch erwünscht. Der Anfänger sollte erst langsam mit seinem Training beginnen, da zuerst einmal die Erlernung der Grundlagen und der richtigen Bedienung der Trainingsgeräte entscheidend sind. Je nach Übung können bereits minimale Fehlhaltungen den Trainingseffekt massiv beeinträchtigen oder zu übermäßiger Beanspruchung von Rücken und Gelenken mit anschließenden Schmerzen oder im schlimmsten Fall Langzeitschäden führen. Wichtiger als große Gewichte zu stemmen ist an den ersten Trainingstagen der Austausch mit anderen Kraftsportlern, mit Trainern und Ernährungsexperten. Wichtig ist ein Gespür für kompetente Gesprächspartner zu finden, da viele Menschen von sich einfach nur eingenommen sind. Wer die Grundlagen zu seinem Erfolg geschaffen hat, der wird sein Ziel mit Beständigkeit erreichen und nach einigen Monaten wird sich der Muskelaufbau bereits optisch abzeichnen.